Hexen (1922)

Hexen, auch die Hexe, oder nach dem Originaltitel Häxan, ist ein Film aus dem Jahr 1922. Produziert wurde der Hexen-Film in Schweden, und zwar von dem dänischen Regisseur Benjamin Christensen (bekannt auch als Benjamin Christie, 1879-1959).

Dabei beinhaltet der Film, der immerhin 107 Minuten lang ist, sowohl Elemente des Spielfilms, aber auch des Dokumentarfilms.

Ursprünglich war geplant, dass Hexen Teil eines einer Trilogie werden sollte. Daraus wurde dann aber nichts. Damit wurden die Filmteile, die sich mit den Themen Heiligenvisionen und Geisterbeschwörung beschäftigen sollten, nicht verwirklicht.

Der Film ist auf Schwedisch und ist bei Youtube verfügbar.

Aufgeteilt ist der Film Hexen in sieben Abschnitte. Behandelt werden die Themen Hexerei und Inquisition.

Inhalt Film Hexen

 

Abschnitt 1: Dokumentarischer Überblick über den Mystizismus. Beschrieben werden frühere Kulturen, in denen böse Mächte als Ursache für unerklärliche Erscheinungen angesehen wurden. In Abschnitt eins werden auch Tätigkeiten einer Hexe gezeigt, die da wären:

  • – Melken von Äxten
  • – Verhexen von Haustieren.

Abschnitt 2: Spielfilm. Schilderungen von Geschehnissen in einer Hexenküche. Eine Kundin ist zugegen und wünscht sich einen Liebestrunk. Sie möchte einen Kirchenmann für sich gewinnen. Derweil braut eine Hexe ihre Mixtur zusammen. Außerdem wird in Abschnitt zwei eine Leiche durch zwei Vermummte seziert, ein Betrunkener wird verhext und eine junge Frau im Schlaf vom Teufel verführt.

Abschnitt 3: Hexenprozesse. Geschildert werden auch verschiedene Proben, um eine Hexe festzustellen. Oder um festzustellen, ob eine Krankheit auf Verhexung beruht. Als ein junges Mädchen bei einem Mönch eine alte Weberin als Hexe denunzieren will und dabei die Begierde es Mönches weckt, wird sie selbst für eine Hexe gehalten.

Abschnitt 4: Schilderung eines Hexenprozesses am Beispiel von Maria. Dabei werden auch Folter und Kreuzverhör geschildert. Im Rahmen von Marias Geständnis beinhaltet der Film eine ausführliche Schilderung des Hexensabbats.

Abschnitt 5: Es wird geschildert, wie nach dem Geständnis mit den Beschuldigten umgegangen wird.

Abschnitt 6: Folterwerkzeuge werden vorgeführt (Daumenschrauben, STreckbänke, Gürtel mit Stacheln).

Abschnitt 7: Der Film stellt eine Verbindung zur Wissenschaft des 20. Jahrhunderts her und erklärt den religiösen Fanatismus mit Hysterie.

Hintergrund Hexen (1922)

Christensen drehte Hexen von 1919 bis 1922. Nach der Uraufführung am 18. September 1922 löste der Film in Dänemark wegen der in ihm enthaltenen Gewalttätigkeiten Entrüstung aus; in Frankreich protestierte die Kirche gegen den Film; in Deutschland wurde er nach seiner dortigen Premiere im Februar 1924 verboten. Dies führte zu Kürzungen und Zensur des Filmmaterials im Ausland; nur in Dänemark wurde Häxan in seiner ursprünglichen Fassung gezeigt. Erst als der Film 1941 von seinem Regisseur erneut in die Kinos gebracht wurde, war auch im Ausland die Originalfassung zu sehen.

Im Jahre 1968 kam der Film in einer überarbeiteten Version als Witchcraft Through The Ages raus, die unter anderem mit der falschen Geschwindigkeit (mit den inzwischen üblichen 24 Einzelbildern pro Sekunde statt der 20, in der der Film eigentlich gedreht wurde) abgespielt und mit Jazzmusik unterlegt wurde.

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